Deutsch- Polnischer Schüleraustausch - Gefördert durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk und den Förderverein

 

Vom 8.6 bis zum 16.6 2015 haben uns 13 SchülerInnen und zwei Lehrerinnen aus einer polnischen Schule aus Debica besucht. Das Austauschprogramm fand unter dem Motto:“Natur erleben, Umwelt bewahren“ statt. Nachdem wir im Wald am Dienstag ein Moor renaturiert haben und ein Willkommensgrillen mit Eltern im Wald hatten, sind wir dann am Mittwoch mit dem Bus nach Etzel zu den IVG-Kavernen gefahren. Dort haben wir zuerst eine Präsentation über die Lagerung von Öl/Gas in den Kavernen (Salzstöcken) in der Infobox erhalten und haben anschließend das Gelände besichtigt. Wir haben auch die Unglücksstelle des Ölunfalls 2013 gesehen. Danach ging es weiter Richtung Wilhelmshaven zu der Firma INEOS, die PVC herstellt. Dort gab es eine Sicherheitsbelehrung. Anschließend sind wir auf den Schiffsanleger der Firma gefahren. Danach, mit Helmen und Schutzbrillen ausgestattet, ging es zu Fuß in zwei Gruppen zu den Produktionsstätten. Zum Schluss ging es dann in die Steuerungszentrale, die 365 Tage ununterbrochen besetzt ist, damit alles ständig kontrolliert wird.

Am Donnerstag ging es dann zum ehemaligen Konzentrationslager Esterwegen ins Emsland. Dort haben wir eine Präsentation über das Lager und seine Insassen gesehen. Es ging auch um den Aufstand der polnischen Frauen. Bei der anschließenden Besichtigung des Geländes sind wir auch ins Moor gegangen, indem die Häftlinge jeden Tag harte Arbeit verrichten mussten. Danach haben wir im Venedig des Nordens (Papenburg) gehalten und ein leckeres Eis gegessen. Abends trafen sich die Schüler ohne Lehrer bei Live im Park und haben den Abend sehr genossen.

Freitag ging es dann mit der Fähre nach Spiekeroog, dort kamen wir nach dem 45 minütigen Fußmarsch in unsere Unterkunft, das CVJM – Schullandheim, an. Von dort liefen dann zu Fuß zum Nationalparkhaus Wittbülten , dort bekamen wir eine Einweisung über unser Arbeitsgebiet am Nachmittag. Es ging zum Mittagessen zurück zur Unterkunft. Für die Arbeit angezogen ging es dann Richtung Dünen um die Späte Traubenkirsche zu minimieren. Alle packten bei 25 ° C ordentlich an, um die Pflanze, die keine natürlichen Feinde hat, zu entfernen. Um das tolle Wetter zu genießen sind wir dann gemeinsam zum Strand gelaufen und haben uns eine Abkühlung in der Nordsee gegönnt. Dann war es schon Zeit zum Abendessen. Später haben wir uns nach Interessen aufgeteilt und sind entweder in den Ort oder an den Strand gegangen. Mit tollem Wetter und einem wunderschönen Sonnenuntergang mit viel Musik und Tanz haben wir den Tag mit viel Spaß ausklingen lassen. Mit mehr oder weniger wenig Schlaf sind wir Samstagmorgen wieder zurück nach Wittmund gefahren und haben den Nachmittag zur freien Verfügung genutzt. Abends haben wir uns alle wiedergetroffen um ohne Lehrer eine kleine Party zu feiern. Sonntag war dann Familientag, den jeder anders genutzt hat. Montag haben wir uns abends mit Lehrern und Eltern zum Essen in der Mensa getroffen. Jede Familie hat etwas zum Buffet beigesteuert und mit Unterstützung der Schulband JAB haben wir einen schönen Abschlussabend verlebt. Dienstagmorgen sind wir dann mit viel Gepäck mit dem Zug nach Bremen gefahren, wo wir Zeit hatten um die Stadt zu erkunden und zum Shoppen. Mittags trafen wir uns alle im Chinesischen Restaurant zum Essen und um gemeinsam die letzten Stunden zu verbringen. Nach dem leckeren Essen sind wir Richtung Hbf. gelaufen um uns zu verabschieden. Unter großen Tränen wurden dann unsere polnischen Gastschüler verabschiedet es war ein sehr trauriger Moment.

Wir hatten eine wunderschöne Zeit in Deutschland und freuen uns sehr auf September, wo unser Gegenbesuch nach Debica ansteht. Es wurden viele Freundschaften geschlossen die hoffentlich ein Leben lang bleiben.

Einige von uns haben am Dienstag, 30.06.15 an der Kreistagssitzung beim Landkreis teilgenommen und den Vortrag zu dem Ölunfall von 2013 in Etzel mitverfolgt. Es wurden alle Maßnahmen wie z.B. das Auskoffern des Ufers, der kontaminierten Erde und Sedimente genannt. Die letzten Sedimentproben stehen noch aus, danach wird entschieden, ob saniert werden muss oder sich die MKW-Reste ( Mineralölkohlenwasserstoffe) biologisch abbauen.

Bericht von Josefin Polley und Meena Kokot G9b

Anbei ein Artikel des Anzeigers Harlingerland mit freundlicher Genehmigung „Artikel: Anzeiger für Harlingerland – Ostfriesisches Tageblatt“

 

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